| Fast alle Ansichtskarten der Zeit nach 1945 sind sogenannte Echt-Foto-Karten und wurden vom VEB Bild und Heimat Reichenbach im Vogtland verlegt.
Gerade diese ersten Karten aus den 1950er und 1960er Jahren sind sehr interessant. Neben der ausgezeichneten Qualität zeigen sie die Stadt noch mit vielen Baulücken und vor allem ohne die späteren "Plattenbauten", die teilweise willkürlich alte Straßen verschwinden ließen. Die Gebäude, die den Zweiten Weltkrieg überlebt hatten, besitzen auf diesen Karten noch die Stuckarbeiten aus der Erbauungszeit. Spätere Renovierungs- und Instandsetzungsarbeiten machten aus den restlichen alten Häusern mehr und mehr gesichtslose Wohnkästen. Ein besonders negatives Beispiel dafür ist der Gebäudekomplex der Reichspost am Gesellius-Platz (Abbildungen rechts).
Auch gab es in jener Zeit eine Reihe verschiedener "Eigentümlichkeiten". So existieren eine ganze Reihe von hochformatigen Ansichtskarten besonders aus den 1970er Jahren, die St. Bartholomaei ohne Kreuz zeigen. Da war eben die Postkarte zu Ende! Die abgebildete Karte "Clara-Zetkin-Straße 1958" zeigt am Luisentor die Losung EINHEIT, FRIEDEN und am linken Bildrand eine Fahnenstange mit der Deutschland-Fahne. Die gleiche Aufnahme findet sich zwei Jahre später auf einer anderen Ansichtskarte wieder, allerdings wurden der Schriftzug am Tor und der Fahnenmast samt Fahne sehr säuberlich wegretuschiert...
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